Sage Oracle Touch Test: Ist der Hybrid sein Geld wert?

Hol dir deine leckere Kaffeespezialität direkt in die heimische Küche. Mit der modernen hybriden Siebträgermaschine Sage Oracle Touch gelingt dir in nur drei Schritten dein Lieblingskaffee. Den intuitive Touchscreen, die Dampfdüse, das automatische Mahlwerk und ein Doppelboiler-System machen die Maschine zu einem echten Allrounder.

Durch die nutzerfreundliche und halbautomatische Bedienung der Sage Oracle Touch ist der Begriff Siebträgermaschine fast schon unpassend. Es fehlt nämlich nicht mehr viel zu einem Kaffeevollautomaten und trotzdem liefert die Maschinen einen exzellenten Espresso und ist dadurch als Einsteigermodell sehr geeignet.

Das Wichtigste zusammengefasst

  • Sage Appliances bietet derzeit 11 Espresso-Maschinen zum Kauf an, wobei die Sage Oracle Touch die modernste Maschine ist. Der Hersteller wirbt für eine vollautomatische und bedienerfreundliche Zubereitung und ein konstant leckere Heißgetränk. Dies gelingt vor allem durch zwei wichtige Parameter: konstanter Druck (9 Bar) und eine gleichbleibende Wassertemperatur bei der Extraktion (93°C) und beim Aufschäumen (130°C).
  • Durch den integrierten Touchscreen kannst du deinen Lieblingskaffee ganz intuitiv auswählen und sogar bis zu 8 Kaffeespezialität selbst abspeichern. Das Präzisions-Kegelmahlwerk mahlt, dosiert und tampt deine Kaffeebohnen automatisch. Die Dampfdüse befindet sich rechts neben der Brühgruppe und liefert dir seidigen Mikroschaum –  ideal für Cappuccino oder Latte Macchiato.
  • Das Dual-Boiler-Heizsystem ermöglicht es dir, deinen Milchschaum gleichzeitig zur Extraktion des Espresso zu kreieren. Es heizt zudem innerhalb von wenigen Sekunden auf Betriebstemperatur auf.

Sage Oracle Touch im Test


Die Sage Oracle Touch eignet sich vor allem für Barista-Anfänger, da die Maschine dir viel Arbeit abnimmt. Die optimale Einstellung von Mahlgrad, Kaffeemenge und Brühemperatur für deine Kaffeebohnen muss du zwar eigenständig herausfinden, die intelligente Siebträgermaschine unterstützt dich dank des Touchscreens und den halbautomatischen Features bei der Anpassung der Parameter.

Mit der hybriden Espressomaschine ist eine präzise Extraktion dank PID-Temperaturregelung und Preinfusion möglich. Es fehlt der Sage Oracle Touch eigentlich nichts mehr zur perfekten Siebträgermaschine.

Vorteile

  • Dual-Boiler-System für gleichzeitige Extraktion und Dampf
  • Zugang zu Ersatzteilen durch Sage ist gegeben
  • schnelle Aufheizzeit
  • hochwertiges Touchscreen
  • automatisches Tampern

Nachteile

  • Siebträger ist bei 19 g Kaffeemehl randvoll
  • aufwendige Entkalkung
  • sehr hochpreisig

Sage Oracle Touch Kaffeezubereitung

Das Zubereiten mit einer Siebträgermaschinen erscheint auf den ersten Blick etwas mühselig. Mit der Sage Oracle Touch werden viele Schritte automatisiert und erleichtern damit den Zubereitungsprozess deutlich. Um dir zu zeigen, wieviel Aufwand die Zubereitung mit der Espressomaschine wirklich bedeutet, haben wir dir im nächsten Schritt eine Anleitung vorbereitet.

1.Schritt: Die richtigen Bohnen wählen

Sage Oracle Touch

Der Geschmack deines Espresso wird bereits bei der Wahl der Kaffeebohnen beeinflusst. Natürlich ist Geschmack Ansichtssache, jedoch wird es bei sehr günstigen und schlecht gerösteten Bohnen schwerer, einen guten Espresso zu extrahieren. Wir raten immer dazu, einige Marken auszuprobieren und zunächst kleine Packungen (250 Gramm) zu testen. Wir können folgende Hersteller guten Gewissens weiterempfehlen:

  • Caimano
  • Berliner Kaffeerösterei
  • Gorilla Espresso
  • Müller Kaffeerösterei

Beachte hierbei, dass du das Mahlwerk der Sage Oracle bei jeder neuen Bohnensorte neu einstellen musst, um den perfekten Mahlgrad zu erhalten.

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2.Schritt: Sieb vorwärmen

Die Maschine ist nach etwas 3 Sekunden einsatzbereit und extrahiert den Espresso mit einer Brühtemperatur von 93°C. Es kann jedoch vorkommen, dass dir dein Getränk nicht heiß genug erscheint. Das liegt an den Temperaturen der Brühgruppe, des Siebs und der Tasse.

Alle drei Komponenten lassen den Espresso schnell abkühlen. Spanne aus diesem Grund bereits vor dem Espressobezug deinen Sieb in die Brühgruppe und lasse für etwas 10 Sekunden heißes Wasser in die Tasse laufen.

3.Schritt: Kaffeespezialität wählen und Mahlgrad wählen

Sage Oracle Touch

Bei der Oracle Touch hast du Wahl zwischen 6 voreingestellten Kaffeespezialitäten:

  • Espresso
  • Schwarzer Kaffee (Americano)
  • Cappuccino
  • Flat White
  • Caffè Latte
  • Café Crème

Bei jeder Kaffeevariante hast du die Wahl, deinen Mahlgrad, die Brühtemperatur und bei manchen Getränken die Temperatur der Dampfdüse über den Touchscreen einzustellen. Der Espresso ist das beliebteste Getränk und zudem die Grundlage vieler anderer Kaffeespezialitäten. Aus diesem Grund haben wir dir nachfolgend die wichtigsten Parameter für einen ausgewogenen Espresso aufgelistet:

Parameter  optimale Einstellung
Wassertemperatur 93° Celsius
Menge an Kaffeemehl 8-9g (einfach), 18-19g (doppelt)
Mahlgrad Abhängig von der Bohnensorte
Extraktionszeit 25-30 Sekunden
Menge an Espresso 16-20g (einfach), 36-40g (doppelt)

Das Ziel sollte es also sein, bei einem doppelten Espresso in 25-30 Sekunden Extraktionszeitraum aus 18-19g Kaffeemehl ungefähr 36-40g Espresso zu erhalten. So viel Zeit benötigt das Wasser, alle essentiellen Öle und Aromastoffe aus dem Kaffeekorn zu extrahieren. Bei einer zu kurzer bzw. langer Brühzeit werden zu viele Bitterstoffe bzw. säurehaltigen Stoffe extrahiert. Wähle zunächst Mahlgrad-Stufe 20 und schaue dir das Ergebnis an. Solltest du nicht die gewünschte Menge an Espresso in der Tasse vorfinden, gibt es zunächst zwei Möglichkeiten:

  • zu wenig Espresso: Mahlgrad-Stufe erhöhen
  • zu viel Espresso: Mahlgrad-Stufe verringern

Es kann ein paar Anläufe dauern bis du einen ausgewogenen Espresso extrahierst. Der Aufwand bleibt dir selbst bei der vollautomatischen Sage Oracle Touch nicht erspart. Wir finden jedoch, dass diese Einstellung zur Benutzung einer Siebträgermaschinen dazu gehört und einen leckeren Geschmack erst möglich macht.

Wir haben bereits einen ausführlichen Beitrag zum richtigen Einstellen der Sage Barista Pro verfasst. Schaue dir den Artikel gerne an, wenn du noch weitere Möglichkeiten kennenlernen möchtest um den Geschmack deines Espresso zu verbessern.

4.Schritt: Mahlvorgang und Extraktion

Sage Oracle Touch

Wenn du dein Wunschgetränk ausgewählt hast, kannst du mit dem Mahlen der Kaffeebohnen beginnen. Vergewissere dich, dass genug Bohnen im Behälter sind und spanne das Sieb unter das Mahlwerk. Der Mahlvorgang startet nun ganz automatisch. Wenn der Countdown herunter gelaufen ist, wird das Kaffeemehl direkt getampert.

Mit einer Waage kannst nun überprüfen, ob du 18-19g Kaffeemehl im Sieb hast. Durch Anpassung des Countdowns und des Mahlgrades kannst du Menge im Sieb beeinflussen. Nun kann die Extraktion gestartet werden. Betätige dafür das „Brühen“ Symbol auf dem Touchscreen. Wenn du nun innerhalb von 25-30 Sekunden in etwa 36-40g ausgewogenen Espresso mit einer leichter Crema erhältst, hast du alles richtig gemacht. 

Bei einem einfachen Bezug benötigst du die Hälfte an Kaffeemehl und den einwandigen Siebeinsatz für eine Tasse. Außerdem erhältst du 16-20g Espresso.

5.Schritt: Milch aufschäumen

Sage Oracle Touch

Der nächste Schritt zum leckeren Cappuccino, Flat White oder Caffè Latte ist ein cremiger Milchschaum. Durch die 2 Heizkreisläufe kannst du die Milch parallel zur Extraktion aufschäumen. Die Dampfdüse der Sage Oracle Touch befindet sich direkt neben der Brühgruppe und lässt sich über das „Milch“ Symbol bedienen. Über die Einstellungen kannst du zudem die Milchtemperatur und die Menge an Schaum anpassen.

Das Aufschäumen geschieht ebenfalls vollautomatisch und stoppt bei der gewünschten Temperatur. Nach dem Entfernen schaltet sich ein automatisches Reinigungsprogramm der Düse ein und reinigt diese von innen.

Du kannst die Milch auch manuell aufschäumen und womöglich ein besseres Ergebnis erzielen. Dafür solltest du die Zieh- und Rollphase beachten. In der Ziehphase wird die Düse etwa 0,5cm in die Milch gehalten und ein Strudel erzeugt. Halte die Kanne dabei leicht schräg. Nach 10-20 Sekunden kann die Düse weiter eingeführt werden. Nach weiteren 10-20 Sekunden ist der Milchschaum fertig.

Fazit des Sage Oracle Touch Test

Die Sage Oracle Touch ist durch die automatischen Funktionen kaum noch von einem Kaffeevollautomaten zu unterscheiden. Trotzdem bietet die Maschine den wichtigsten Vorteil einer Siebträgermaschine: individuell einstellbare Extraktions-Parameter, sowie konstanten Druck und Temperatur für einen ausgewogenen Espresso.

Dank dem automatischen Mahlen, Tampern und Aufschäumen und dem Doppelboiler-Heizsystem in wenigen Minuten ein leckerer Espresso. Ein großer Nachteil ist jedoch der beachtliche Kaufpreis. Den zweiten Heizkreislauf und die automatischen Funktionen lässt sich Sage Appliances auch gut bezahlen. Fast doppelt so teuer ist die Sage Oracle Touch verglichen mit dem modernsten Modell der Barista Reihe mit nur einem Heizkreislauf – der Sage Barista Touch. Weitere Siebträgermaschinen mit zwei Heizkreisläufen findest du in unserem ausführlichem Dualboiler-Maschinen Testbericht.

Lieferumfang der Sage Oracle Touch

Die Siebträgermaschine kommt mit einer Menge Zubehör, das bereits im Lieferumfang enthalten ist. Folgende Utensilien musst du dir für ein Espresso Erlebnis nicht mehr extra besorgen:

  • Abklopfbehälter
  • Sieb (58mm)
  • Reinigungswerkzeug
  • Milchkanne
  • Reinigungstabletten + Aufsatz
  • 4 Siebeinsätze
  • Razor
  • Wasserfilter
  • Wasserteststreifen

Einkreiser von Sage Appliances: Die Barista Modellreihe 

Hinter diesem Begriff versteckt sich lediglich die Anzahl an Heizkreisläufen im Brühsystem. Die Sage Oracle Touch besitzt beispielsweise zwei Heizkreisläufe und wird dadurch als Zweikreiser bezeichnet. Solche Maschinen sind durch die verbaute Technologie meist etwas preisintensiver. Aus diesem Grund wollen wir dir stattdessen zwei Einkreiser aus der Barista Modellreihe von Sage vorstellen, die deinen Geldbeutel etwas schonen und trotzdem exzellenten Kaffeegenuss bieten.

Sage Oracle Touch Test

Die Modelle ähneln sich alle in gewissen Punkten. Sie besitzen eine hochentwickelte Brühgruppe, ein integriertes Kegelmahlwerk mit 16 Stufen sowie einen Heißwasserauslauf und eine Dampfdüse.

Sage Barista Express


Die Sage Barista Express ist eine fantastische Anfängermaschine, mit der du gut gelungene Kaffeespezialitäten zu Hause zubereiten kannst. Die Maschine besitzt ein integriertes Mahlwerk, das die Bohnen nach Bedarf mahlt und dafür sorgt, dass du mit jeder Bohnenröstung den perfekten Geschmack erhältst.

Außerdem verfügt die Maschine über eine präzise Espressoextraktion und eine manuelle Mikroschaum-Milchtexturierung, mit der du eine hevorragende Latte zaubern kannst. Das eingebaute Manometer lässt dich bei den Exktraktionsprozess optimal überwachen. Weitere Infos erhältst du in unserem ausführlichen Produkttest über die Sage Barista Express.

Vorteile

  • Stilvolles Design durch Manometer
  • optimale Einsteigermaschine

Nachteile

  • Aufheizzeit ist etwas länger (17 Sekunden)

Sage Barista Pro


  • SUPERSCHNELLE AUFHEIZZEIT: Nur 3 Sekunden
  • INTUITIVE BEDIENOBERFLÄCHE: LCD Display mit Mahl- und Extraktionsanimationen. Das Display liefert alle wichtigen...
  • DRUCK: Mit einem einfachen Druck liefert das eingebaute Mahlwerk genau die richtige Menge für Ihren perfekten...

Vorteile

  • Vorinstallierte Kaffeespezialitäten
  • kurze Aufheizzeit
  • hochwertiges Touchdisplay

Nachteile

  • Tamper könnte 2mm größer sein

Die Barista Pro ist ein passender Begleiter für deine Morgenroutine. Die Espressomaschine vereint den leckeren Espresso-Genuss einer Siebträgermaschine und ist durch die intuitive und stilvolle Benutzeroberfläche schon fast ein Kaffeevollautomaten.

Die Kombination aus LCD-Display und Bedienungsknöpfen auf der Vorderseite der Maschine ermöglichen dir eine benutzerfreundliche Bedienung, bei der du zu jederzeit die volle Kontrolle über deine Espresso-Extraktion bekommst. Für die Sage Barista Pro haben wir ebenfalls einen Testbericht geschrieben. Schaue dort gerne nach, ob die Espressomaschinen deinen Wünschen entspricht.

Kaffeevarianten mit der Sage Oracle Touch

Die Getränke Latte Macchiato, Cappuccino und Espresso sind wahrscheinlich jedem geläufig. Darüber hinaus hat die Barista-Welt jedoch noch viel mehr Kaffeespezialitäten zu bieten. Wir wollen dir zeigen, welche leckeren Heißgetränke du mit der Sage Oracle Touch unbedingt ausprobieren solltest.

Affogato

Ein Affogato ist eine Mischung aus Espresso, Vanilleeis und Sahne. Gieße den Espresso dafür langsam über das Eis und runde das ganze mit Schlagsahne ab.

Caramel Latte Macchiato

Einen Caramel Latte Macchiato bereitest du mit Espresso, aufgeschäumter Milch und 2cl Karamellsirup zu. Die mit der Dampfdüse aufgeschäumte Milch wird in ein hohes Glas gegossen und mit dem Espresso sowie dem Sirup abgerundet.

Moccachino

Für einen Moccachino gibst du zum extrahierten Espresso 2 Teelöffel Kakaopulver, rührst kräftig um und gibst anschließend aufgeschäumte Milch herüber. Fertig ist der Moccachino.

FAQ

Was habe ich bei neuen Kaffeebohnen zu beachten?

Zunächst mahlst und extrahierst du deinen Espresso mit den bereits eingestellten Parametern der vorherigen Bohnen und schaust dir das Ergebnis zunächst an. Ist zu viel Espresso und schmeckt der er bitter, musst du den Mahlgrad feiner stellen und gegebenenfalls die Temperatur senken.

Ist zu wenig Espresso in der Tasse, solltest du die Bohnen gröber mahlen. Du solltest jeden Parameter nacheinander anpassen um bei der Extraktion wissen zu können, welcher Parameter dafür verantwortlich ist.

Idealerweise sollte der Kaffeefluss nach 8-12 Sekunden, von der Konsistenz her wie warmer Honig aus dem Sieb herauslaufen und geschmacklich ausgewogen zwischen schmecken. Mit solch einem Ergebnis weißt du dann, dass der Mahlgrad und die Temperatur perfekt eingestellt sind.

Gibt es günstigere Alternativen um einen Espresso zuzubereiten?

Ja die gibt es. Du kannst ebenso mit einem sogenannten Espressokocher oder einer French Press leckeren Espresso zubereiten.

Einen Espresso-Kocher befüllst du mit Wasser und Kaffeemehl und stellst ihn auf die Herdplatte. Das Wasser verdunstet durch das Kaffeemehl hindurch, nimmt dabei die Aromen auf und verflüssigt sich wieder.

Bei einer French Press wird heißes Wasser mit gemahlenen Espressobohnen in einer sogenannten Stempelkanne vermischt und anschließend mit einem Sieb voneinander getrennt. Es entsteht ein vollmundiger und starker Espresso.

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